// Sodl
Wer bei Sodls waldfeenhafter Ästhetik an einen verträumten Folk Act denkt, fällt spätestens bei englischsprachigen Hits wie I am a Womanund Mary, The Anarchistaus allen Wolken. Die diesjährige Gewinnerin des Austrian Amadeus Music Awardsin der Kategorie Fm4 scheut nicht vor harten Kontrasten, sie zelebriert sie mit Heavy Distortion und Blumen im Rapunzelhaar. MitSheepman(2025) legt die 21-Jährige ihr selbstproduziertes Debütalbum vor –eine Gratwanderung zwischen märchenhaftem Eskapismus und feministischen Aufschrei. Inmitten mystischer Wesen, Hingabe und weiblicher Lust erzähltsievon struktureller Unterdrückung, vom Ringen um Raum und Sichtbarkeit als Frau. Musikalisch hüllt die Songwriterin aus dem Salzkammergut poetische Texte in die dreckigen Schallkleider der 90er Jahre. Begleitet von ihrer Band, das sind Matthias Pfaffl am Schlagzeug, Paulina Scholz an der Geige und Leo Weidinger am Bass tourt Sodl im Frühjahr 2025 durch Österreich und Deutschland, als Support für das Indie Rock DuoCarigingesdarauf in die Schweiz. Mit Auftritten bei renommierten Veranstaltungen wie der Eröffnung der Wiener Festwochen, dem Popfest und Acoustic Lakeside Festival zählt Sodl zu den spannendsten Neuentdeckungen der heimischen Musikszene. Im Sommer wird sie als Support von Bilderbuch, beim Reeperbahnfestival undin der Türkei beimSound of Europe Festival in Istanbul und Ankaraauf der Bühne stehen.
// wirsindanderswo
Maggo (Magda Pirzl) und Flo (Flora Treml) sind „wirsindanderswo“. Was als gemeinsames Kunstschulprojekt begann, wurde zu einer kreativen Reise durch poetische Texte, verspielte Melodien und ehrliche Sounds. Seit über vier Jahren sind die beiden ein eingespieltes Team – auf der Bühne, im Studio und beim Radeln entlang der Donau.
Flo liebt Musik mit Tiefgang und Energie – mal am Bass, mal an der Gitarre oder am Keyboard. Maggo schreibt Texte, die träumen, hinterfragen und berühren – irgendwo zwischen Fantasie und Abstraktion. Ihre gemeinsame Sprache ist die Musik.
In den Osterferien wollten sie eigentlich nur einen Song für Flos Diplomarbeit aufnehmen. Doch aus einem Experiment im Gäste-/Musikzimmer wurde schnell ein Herzensprojekt. Es entstand nicht nur ein Lied, sondern eine Idee: wirsindanderswo.
Am 25. Juli erschien ihre erste Single „Plastikstühle am Balkon“ – ein sommerlicher Track über Erinnerungen, Vermissung und Hitzetrubel, der nach Sonnenuntergang auf warmem Beton klingt.
Ihre zweite Single „Kochtopf“ beginnt mit den Worten: sei verspielt, sei bestimmt, sei verdreht, sei mal still. Jeden Tag hört man als Flinta* Personen, wie man zu sein haben soll und wie nicht. Der Song ist eine Zusammenfassung dieser patriarchalen Erwartungshaltungen von außen. Diese sind veraltet und absurd. Durch ironische Text Parts wie die Aufzählung der traditionellen, österreichischen Gerichte oder dem Refrain „Sie ist frei hinter dem Kochtopf“ möchten sie das Verdeutlichen.
Doch das ist erst der Anfang. wirsindanderswo arbeitet bereits an neuen Songs – irgendwo zwischen Traum, Text und Tönen.

